Diskettenlocher - Hardware-Zubehör aus dem Museum
Ein
Diskettenlocher ist eine kleine Apparatur, die es ermöglicht,
in den Rand einer 5¼-Zoll-Diskette eine Kerbe zu schneiden.
In der Anfangszeit der Homecomputer waren viele Computer
mit einseitigen Diskettenlaufwerken ausgestattet.
Da jede Diskette zwei Oberflächen hat, lag es nahe, sowohl
einseitige als auch doppelseitige Disketten in diesen Laufwerken
dadurch beidseitig zu verwenden, dass die Diskette gewendet
in das Laufwerk eingeschoben wurde.
Da der Schreibschutz durch eine asymmetrische Kerbe aufgehoben
wird, war es notwendig eine weitere Kerbe in der Diskettenhülle
anzubringen. Der Diskettenlocher verfügt über einen
Anschlag, der eine korrekte Positionierung ermöglicht
und ein Schneidwerk, das stark genug ist, um die Hülle
einzuschneiden, ohne dabei die Diskette zu knicken.
Ein Schreibschutz ist eine Schutzvorrichtung bei Disketten
und Wechselplatten, die verhindert, dass Daten gelöscht
oder verändert werden können. Bei 3 1/2-Zoll-Disketten
wird ein Schreibschieber als Schreibschutz benutzt, bei den
älteren 5 1/4-Zoll-Disketten existiert eine Schreibkerbe.
Bei vielen auf 3 1/2"-Disketten ausgelieferten Programmen
wurde der Schreibschutzschieber weggelassen um Herstellungskosten
zu sparen und ein versehentliches Löschen der Diskette
zu vermeiden. In diesem Fall kann die Diskette weiterverwendet
werden nachdem das Programm nicht mehr benötigt wird,
indem das Schreibschutzloch mit einem Stück Klebeband
überklebt wird.
Ein Diskettenlaufwerk dient zum Lesen und Schreiben der Daten
der Diskette. Es gibt interne und externe Laufwerke. Die Bauformen
entsprechen denen der Disketten so wie (200 mm (8"),
130 mm (5,25") und 90 mm (3,5").
In
der heutigen Zeit werden Disketten wegen ihrer geringen Speicherkapazität
so gut wie gar nicht mehr eingesetzt. Viele der neueren PC-Generation
besitzen zudem auch keine Diskettenlaufwerke mehr. Als Speichermedien
dienen heute überwiegend DVD´s, Streamer, Externe
Festplatten oder auch USB-Sticks. Diskettenlocher haben die
Reife fürs Museum. Um Speichermedien sichtbar zu kennzeichnen,
nimmt man heute einen Edding-Stift oder oft auch einen Etikettendrucker.
Schaut man sich Bilder von beiden Geräten an so ist so
gut wie kein Unterschied zu erkennen. Tatsächlich unterscheiden
sich diese Techniken allerdings um Generationen.
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