Diskette - als Speichermedium überholt?
Bei
der Diskette handelt es sich um einen externen Datenträger
zur Speicherung von Daten. Die erste bekannte Diskette wurde
von IBM 1969 mit der Computerserie "System/370"
auf den Markt gebracht und IBM-Rechner waren es letztlich
auch, die die Disketten zum Markt-Durchbruch verhalfen.
Die meisten von uns werden sich noch an die Disketten im
3,5 Zoll-Format erinnern, viele von uns werden sicher noch
alte Disketten in der Schublade zu liegen haben. Die 3,5 Zoll-Diskette
ist allerdings nur die bekannteste Diskette von mehreren Entwicklungsstufen.
Die 1969 auf den Markt gebrachte Diskette hatte noch keine
starre Hülle, sondern bestand lediglich aus einer Kunststoffscheibe
von 20 Zentimeter Durchmesser (8 Zoll) die so dünn war,
dass sie sich nach allen Richtungen biegen lies, daher auch
die Bezeichnung "Floppy-Disc".
Wenn die erste Diskette auch "nur" 80 Kilobyte
Daten fassen konnte, entsprach dies immerhin 1.000 Lochkarten,
eine unglaubliche Speicherleistung. 1972 brachte die Firma
Memorex für diese Diskette das erste Laufwerk auf den
Markt; 1975 entwickelte der Erfinder der Diskette "Alan
Shugart" den späteren Vorreiter der 3,5 Zoll Diskette,
die 5,25-Zoll Diskette (immer noch ohne ein starres Gehäuse).
Die viele Jahre in allen Unternehmen genutzte 3,5 Zoll-Diskette
wurde 1981 von der Firma Sony entwickelt, seinerzeit noch
mit einer maximalen Speicherkapazität von 720 Kilobyte,
später dann die allgemein übliche Speichergröße
von 1.440 Kilobyte. Erst zum Ende der 1990er Jahre kamen andere
Speichermedien wie CDs auf den Markt und dies bedeutete letztlich
das AUS für die Diskette als Speichermedium. Zwar wurde
noch versucht die Speichergröße zu erweitern (beispielsweise
auf 2.880 Kilobyte), doch dies half ebenso wenig wie die späteren
Zip-Laufwerke oder die SuperDisk.
Glaubt man den Einträgen der freien Enzyklopädie
Wikipedia
(Stand 06/2010), dann sind die Disketten allerdings noch in
Asien (Japan) und Russland sehr verbreitet. Laut Wikipedia
hat Sony im Jahre 2009 insgesamt 12 Millionen Disketten (bei
einem Marktanteil von 70 Prozent) verkaufen können, will
aber die Produktion im Jahre 2011 einstellen.
Waren in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends überwiegend
CDs und DVDs die Alternative zu den Disketten, so sind es
heute (eigentlich seit etwa 2005) die so genannten USB-Sticks
als "Flashspeicher". Die ersten USB-Sticks kamen
allerdings bereits im Jahre 2000 auf den Markt, damals mit
einer Speichergröße von 8 Megabyte. Zwischenzeitlich
(Stand 06/2010) gibt es Produkte mit einer Speichergröße
von bis zu 256 Gigabyte; der durchschnittliche Endverbraucher
nutzt allerdings USB-Sticks zwischen einer Speichergröße
von 2 bis 32 Gigabyte und bezahlt dafür eigentlich nur
noch wenige Euros. USB-Sticks sind in der Produktion derart
billig, dass sie heute vielfach auch als Werbeartikel und
Werbegeschenke angeboten werden.
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